Von der ersten Orientierung zur KI-Plattform

Praxisbeispiel · Begleitung Feb–Juni 2026

Wie ein Logistik-Dienstleister mit Unterstützung des RZ.Nord eine fundierte KI-Strategie entwickelt und umgesetzt hat.

Logo PTS Logistics
Workshop mit dem Team von PTS Logistics

meinGPT

als eigene KI-Plattform eingeführt

7

KI-Ambassadors ausgebildet

ca. 20

Pilotnutzer:innen im Alltag

Zusammenfassung: KI bei PTS

PTS Logistics startete mit der Frage, wo KI im Arbeitsalltag eines Logistikunternehmens echten Nutzen stiften kann. Im begleiteten Prozess entstanden eine priorisierte Use-Case-Übersicht, eine fundierte Plattformentscheidung für meinGPT und ein geschultes Ambassador-Team.

Ergebnis: 3 geprüfte Plattformen, 7 KI-Ambassadors, ca. 20 Pilotnutzer:innen und erste Anwendungsfälle – von der offenen KI-Frage zur verankerten Roadmap.

Wirkung im Alltag: Erste Pilotanwendungen entlasten bei wiederkehrenden Aufgaben – etwa bei der Angebotserstellung, der täglichen E-Mail-Korrespondenz und dem Zugriff auf internes Wissen.

Die Geschichte dahinter

PTS auf einen Blick

PTS Logistics ist ein mittelständischer Logistik-Dienstleister mit rund 140 Mitarbeitenden, verteilt auf mehrere Standorte in Bremen und Umgebung. Das Geschäft ist täglich: Hunderte Aufträge, Tausende Dokumente, wiederkehrende Prozesse. Das ist gleichzeitig der Raum, in dem KI konkret Mehrwert stiften kann – wenn man weiß, wie. Und genau darin lag die Herausforderung: KI war bei PTS noch ein offenes Thema, nicht strukturiert, nicht systematisch angegangen.

Die Ausgangssituation

PTS ist wie viele wachsende Mittelständler: viele Systeme, viele Prozesse. Die Frage war: Wo kann KI konkret helfen? Und wie machen wir das sicher und nachhaltig – nicht als Einzelprojekt, sondern als echtes System?

Konkret fehlte es an drei Dingen:

OrientierungWelche KI-Tools sind datenschutzsicher?

Konkrete Use Casesaus dem Tagesgeschäft. Nicht: KI im Allgemeinen, sondern: Was hilft uns wirklich?

Menschendie das Thema intern vorantreiben.

Zielbild: Informierte und sichere KI-Nutzung für alle

Der Geschäftsführung und den Mitarbeitenden Orientierung im Thema KI geben.

Gemeinsam sinnvolle Einsatzfelder identifizieren.

Eine passende, datenschutzkonforme Plattform auswählen.

Und die Nutzung über ein Ambassador-Modell nachhaltig im Unternehmen verankern – statt KI als kurzlebiges Projekt zu betreiben.

So sind wir vorgegangen

Das Vorgehen: Roadmap, Plattformentscheidung, Integration in den Teams

Die Begleitung folgte einem bewussten Top-down-Ansatz: Zuerst die Geschäftsführung – Mandat, Rahmen, Verbindlichkeit klären. Dann die Breite – Bedarfsanalyse, Plattformwahl, Befähigung.

Feb 2026 Phase 1 – Strategie & Use Cases

Feb 2026 Zweitägiger Strategie- & Use-Case-Workshop vor Ort

Grundverständnis: Zuerst haben wir gemeinsam geklärt, was KI überhaupt ist, wie man sie einsetzen kann und welche Use Cases und Möglichkeiten es gibt.

Use Cases bei PTS: Mit Design-Thinking-Methoden haben wir herausgearbeitet, wo KI bei PTS konkret helfen kann. Diese Use Cases haben wir genauer angeschaut, priorisiert und gemeinsam mit der Geschäftsführung entschieden, welche sinnvoll sind.

KI ins Unternehmen bringen: Außerdem ging es darum, wie KI generell im Unternehmen eingeführt werden kann.

Plattformanforderungen: Zusätzlich haben wir aufgenommen, was eine KI-Plattform für PTS leisten muss. Daraus ist die Shortlist für Phase 2 entstanden.

Ergebnis: Priorisierte Use Cases, klares Mandat der Geschäftsführung und Plattformanforderungen als Grundlage für die Shortlist.

Feb–April 2026 Phase 2 – Plattformwahl

3

Plattformen auf der Shortlist

Demos

und interne Evaluierung

meinGPT

Entscheidung im April

Feb–März 2026 Auswahlkriterien definiert, Shortlist von 3 Plattformen

März 2026 Plattform-Demos und interne Evaluierung

April 2026 Entscheidung für meinGPT, Vertrag & Onboarding

Ergebnis: Fundierte, datenschutzkonforme Plattformentscheidung für meinGPT.

„Die Beratung hat sehr geholfen, zu identifizieren, für welche Prozesse durch den Einsatz von KI schnell ein sichtbarer Mehrwert für das Unternehmen und die Mitarbeitenden geschaffen wird. Auch bei der Auswahl, Vorbereitung und Implementierung der Plattform wurden wir sehr unterstützt – was den Start sehr erleichtert hat.“

Christian Wesch

KI-Verantwortlicher, PTS Logistics

April–Juni 2026 Phase 3 – Ambassadors & Pilotbetrieb

7

KI-Ambassadors

Schulungen

KI-Führerschein im April

ca. 20

Pilotnutzer:innen

April 2026 Aufbau des KI-Ambassador-Teams, KI-Führerschein-Schulungen

Mai–Juni 2026 Ambassador-Follow-ups, Anwendungsfälle im Pilotbetrieb

Ergebnis: Erste Anwendungsfälle laufen im Pilotbetrieb, getragen vom Ambassador-Team.

Ergebnisse

Produktive Use Cases und geschulte Teams

Ergebnisse in Zahlen

9

Workshops

3

Geprüfte Plattformen

ca. 20

Nutzer:innen onboardet

Die produktiven Use-Case-Prototypen

Im Pilotbetrieb wurden mehrere praxisnahe Anwendungsfälle aus dem Tagesgeschäft erprobt:

Use Case 1 · Pilotbetrieb

Angebotserstellung

Unterstützung bei der Angebotserstellung – automatisiertes Ausfüllen wiederkehrender Formulare.

Use Case 2 · Pilotbetrieb

E-Mail-Assistent

Persönliche E-Mail- und Outlook-Assistenten für die tägliche Korrespondenz.

Use Case 3 · im Einsatz

Wissens-Assistent

Ein Wissens-Assistent, der auf internen Informationen aufbaut.

Ausgerichtet ist er vor allem auf das selbst gebaute CRM-Tool von PTS.

Heute im Einsatz

als interner Support-Bot

Weitere Ideen aus dem operativen Bereich, etwa rund um Material- und Ladungsplanung, wurden für künftige Sprints dokumentiert.

„Der Schritt in Richtung KI war einfacher als erwartet – weil wir wirklich optimal begleitet wurden. Ein fester Ansprechpartner für alle Fragen, ein echter Lerneffekt und obendrauf hat es noch Spaß gemacht. Was uns am meisten freut: Die Mitarbeitenden ziehen begeistert mit.“

Vanessa Peters

Mitglied der Geschäftsführung, PTS Logistics

Learnings

Orientierung schafft die richtige Basis

Mandat schafft VerbindlichkeitDer Top-down-Start mit der Geschäftsführung hat Verbindlichkeit geschaffen. Die größte Herausforderung war anschließend, im Tagesgeschäft genügend geschützte Zeit für die Ambassadors freizuhalten – ohne feste Zeitkontingente bleibt ein neues Thema schnell liegen.

Erst das Ziel, dann das ToolDie strukturierte Bedarfsanalyse half, zuerst die passenden Einsatzfelder zu klären, bevor mit Werkzeugen experimentiert wurde.

Klein anfangenReale Anwendungsfälle zeigten Stärken und Grenzen von KI. Große Vorhaben in kleinere, beherrschbare Schritte zu zerlegen, war ein wichtiger Lerneffekt.

Empfehlungen für andere KMU

  • KI als Führungsthema starten und ein klares Mandat geben, bevor man in die Breite geht.
  • Geschützte Zeitkontingente für die Schlüsselpersonen fest vereinbaren.
  • Plattformauswahl an klaren, vorab definierten Kriterien ausrichten (EU-Hosting/DSGVO, Integrationsfähigkeit, Bedienbarkeit, Support).
  • Wenige reale Anwendungsfälle konsequent verfolgen statt vieler paralleler Experimente; Ergebnisse im Team teilen.

Juni 2026 · Roadmap- & Verstetigungs-Workshop, Abschluss

Die Struktur, in der KI-Use-Cases wachsen können

Die Roadmap steht. Geplant sind drei Dinge:

RoutineEine feste Routine mit regelmäßigen Terminen.

RollenKlar verteilte Rollen: interne Koordination und Rückendeckung durch die Geschäftsführung.

RolloutSchrittweise auf weitere Nutzer:innen – Zielgröße rund 60 Personen.

Eine Case Study des KI-Transferzentrums | Aljoscha Jacobi & Jasser Saad | Juni 2026

Weiteres Praxisbeispiel

Logo Plietsch

12-Wochen-Sprint · Digitalagentur · 23 Mitarbeitende

12 Wochen auf dem Weg zur AI-driven Agency

Von unstrukturierter individueller Tool-Nutzung zu 3 produktiven KI-Use-Cases – und einem Team, das KI selbst weiterentwickelt.

  • 45Assistenten im Einsatz
  • 4AI-Ambassadors
  • 50 %weniger Zeit für Terminvorbereitung

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